Dieser ebenfalls im Shop erhältliche Tierspurenposter gibt dir einen guten Überblick über die Spurenverläufe der 25 wichtigsten heimischen Wildtiere. Beide Drucksorten gibt es auch als A4-Bestimmungsblatt zum Mitnehmen in die Natur.
Wenn der Rasen so wie hier umgegraben ist, dann war ein Dachs zu Besuch und hat Engerlinge (Maikäferlarven) aus dem Boden ausgegraben.
Vor dem Eingang zum Bau befindet sich meist ein Erdhaufen aus Aushubmaterial. Dort findet man mitunter auch das eine oder andere Trittsiegel.
Der Fischotter wechselt bei der Fortbewegung ständig zwischen Wasser und Land. Geht man einen Bach entlang, findet man viele Ein- und Ausstiege, aber auch Plätze, an denen er sich gewälzt und/oder markiert hat.
Der Kot ist regelmäßig auf markanten Steinen anzutreffen. Besonders gerne markiert der Otter unter Brücken. Die Losung riecht auffällig nach Fisch und kann dadurch leicht erkannt werden.
Fehlen markante Stein, kratzt der Otter Sedimente zu einem Hügel zusammen und setzt die Losung als Markierung darauf ab.
Die meisten Marderartigen bewegen sich gerne im Paarsprung. Dabei setzten sie die beiden Forderpfoten meist leicht schräg nebeneinander auf und springen dann mit den Hinterpfoten mehr oder weniger genau in diese Abdrücke hinein.
Auf Dachböden kann man regelmäßig "Marderklos" mit walzenförmigen, eingedrehten und stark riechenden Exkrementen finden. Frische Losungen sind dunkel, ältere zunehmend heller und zerfallend.
Hier sieht man Steinmarder-Fußabdrücke auf der Stoßstange eines Autos. Gelegentlich beißen die Marder Kabel durch und legen ein Auto lahm.
Iltis und Mink jagen vornehmlich im Uferbereich und in Feuchtgebieten. Amphibien sind ein wichtiger Teil der Nahrung. Findet man einen angefressenen Froschkadaver, ist dies möglicherweise ein Nahrungsrest dieser Marderartigen.
Auch Hermelin und Mauswiesel bewegen sich im Paarsprung. Hier hat ein Hermelin wohl eine Maus unter der Schneedecke verfolgt. Regelmäßig bewegen sich diese beiden kleinen, walzenförmigen Räuber auch unter Schnee und/oder Erde in Mäusegängen fort.
Dies sieht man gut an dieser Mauswieselspur. Die Spuren dieses kleinsten Raubtieres der Welt führen von rechts ins Bild, verlaufen in der Bildmitte unter dem Schnee und führen links vor den Grasbüscheln wieder aus dem Bild.
Um Energie zu sparen, steigen Wölfe in weichem Schnee exakt in die Trittsiegel der vor ihnen laufenden Artgenossen. Dadurch kann ein Wolfsrudel eine Fährte hinterlässen, die aussieht, als wäre sie von einem Einzeltier.
Die Wolfs-Losung sieht aus wie bei einem Hund, enthält aber in der Regel Huftierhaare und z.T. -knochen.
Marderhunde hinterlassen etwa fuchsgroße, aber durch stärker gespreizte Zehenballen insgesamt rundlichere Trittsiegel.
In der Spur sind die einzelnen Trittsiegel schnurförmig aufgereiht. Man sagt, dass der Fuchs "schnürt".
Hier sehen wir zwei typische, faustgroße, asymmetrische Luchstrittsiegel. Wie bei allen Katzen fehlen die Krallenabdrücke.
An einem Beutetier wie dieser Gämse frisst ein Luchs meist tagelang. Um Verluste durch Aasfresser in Grenzen zu halten, werden Beutetiere mit Laub etc. teilweise oder ganz verscharrt.
Auch unsere Katzenartigen (Luchs, Wildkatze und Hauskatze) "schnüren", hinterlassen also linienförmige Spuren.
In der Spur von Waldmäusen liegen die Fußabdrück beidseits der Schleifspur des langen Schwanzes. Die Spur führt meist nur eine kurze Strecke von Mausloch zu Mausloch.
Im Uferschlamm von Bächen trifft man fast immer auf Fußabdrücke von Wanderratten. Unter Brücken bleiben sie selbst bei leichten Regenfällen erhalten und sind daher dort besonders zahlreich.
Igel-Trittsiegel sind selten anzutreffen. Dafür ist der 2-4 cm lange Igelkot sehr auffällig und dank unzähliger Insektenreste leicht als solcher erkennbar.
Eichhörnchen setzen die kleinen Vorderpfoten (schräg) nebeneinander auf und führen die langen Vorderpfoten außen daran vorbei. So von Baum zu Baum hoppelnd hinterlassen sie mehr oder weniger trapezförmige Sprungbilder.
Eichhörnchen beißen im Winter gerne Fichtentriebe ab, die dann unter manchen Bäumen über den Boden verstreut zu finden sind.
Rund 15 cm große Löcher in Uferböschungen stammen hingegen vom Bisam. Daneben gibt es noch Ein- bzw. Ausgänge unter Wasser und im ebenen Bereich der angrenzenden Wiesen und Felder.
In der Vegetation sieht man von dort wegführende Wechsel, auf denen diese aus Nordamerika stammenden Nager auf Nahrungssuche gehen.
Der Biber hinterlässt charakteristische, sanduhrförmige Nagespuren, unter denen die mehrere Zentimeter langen Späne liegen. Kleine Bäume und Sträucher werden abtransportiert.
Die Biberburg besteht aus einem Erdbau in der Uferböschung und eine Abdeckung aus Ästen. Der Eingang ist nur bei Niedrigwasser vom Fluss aus zu sehen.
Das Elchgeweih fällt im Oktober/November ab. Dann kann man die Abwurfstangen bzw. -schaufeln finden.
Wildschweine und Rothirsche nehmen im Morast gerne ein Schlammbad. Solche Plätze nennt man "Suhlen".
Auf der Suche nach Nahrung "durchpflügen" Wildschwein den Boden. Im Wald ist dies ein Segen, da dadurch z.B. Baumsamen besser keimen können. Auf Wiesen und Äckern hingegen kann dies ein wirtschaftlicher Schaden sein.
Bei Rothirsch-Trittsiegeln ist meist kein Abdruck der Nebenzehen sichtbar. Die rundlichen Ballen am Hinterende nehmen etwa ein Drittel der Schalenlänge ein.
Der Kot besteht im Winterhalbjahr aus eizelnen "Bohnen", die etwa doppelt so groß sind wie jene des Rehs (links).
Das Geweih verlieren Rothirsche im Spätwinter. Die Abwurfstangen liegen zumeist in der Nähe von Fütterungen, wo diese großen Huftiere nicht gestört werden sollten.







































































