Im Winter findet man jede Menge Tierspuren. Die Nagespuren des Bibers sind auch dann zu sehen, wenn kein Schnee liegt. Links hat er einen kleinen Baum abgenagt und verschleppt. Der rechte Baum ist noch in Arbeit ...
Dieses Bild zeigt die sanduhrförmigen Nagespuren an einem größeren Baum. Die darunterliegenden Späne sind mehrere Zentimeter lang. Die Richtung, in die der Baum fällt, kann der Biber übrigens nicht selbst bestimmen.
Hier sieht man am gegenüberliegenden Ufer den Aus- bzw. Einstieg des Bibers, einen Baumstumpf und einen gefällten Baum. Durch die Aktivität des Bibers entstehen offene Uferlebensräume, die anderen Wildarten zugute kommen.
Kleinere Bäche werden vom Biber aufgestaut, damit er sich wohler fühlt und z.B. der Eingang zum Bau unter Wasser liegt. Hier ein Biberdamm an der Kleinen Mühl.
Den Bauherren selbst bekommt man allerdings selten zu Gesicht. Der Biber ist bei uns relativ scheu und eher nachtaktiv.
Gleiches gilt für den Fischotter. Dieser im Wasser sowie im Uferbereich lebende Marder war bereits fast ausgerottet. Mittlerweile findet man seine Spuren wieder regelmäßig an heimischen Gewässern.
[Doppelslide]Bei Schneelage sieht man, dass der Otter an Flussschlingen gerne einen Abschneider übers Land nimmt.
In tiefem Schnee bleibt oft eine rinnenförmige Spur zurück. Beim Einstieg ins Gewässer ist meist eine Rutsche oder - wie hier - sogar ein Schneetunnel zu finden.
Den nachtaktiven Mardern kommt man ebenfalls am besten anhand der Spuren auf die Schliche. Oder - wie diesem Steinmarder - mit einer Fotofalle, einem über Bewegungsmelder selbst auslösenden Fotoapparat.
[Doppelslide]Steinmarder sind Kulturfolger, die die Nähe des Menschen suchen. Hier eine Marderspur auf einem Dach.
Füchse markieren gerne mit Urin, Losung und Drüsensekret an senkrechten Strukturen wie Grenzsteinen, Baumstümpfen, ... ihr Revier. Diese Duftmarken sind nicht nur für Artgenossen, sondern auch für den geübten Spurenleser erkennbar.
Füchse können Mäuse selbst unter einer hohen Schneedecke lokalisieren und mit einem weiten und gezielten Sprung fangen. Mit etwas Glück kann man das beobachten oder aus den Spuren ablesen.
Ob ein Fuchsbau besetzt ist oder nicht, erkennt man an den Spuren. In diesem Fall haben die Füchse beim Verlassen des Baues schmutzige Abdrücke hinterlassen.
Füchse sind nicht immer IM Bau, sondern auch gerne vor bzw. auf dem Bau. Sie sind sehr wachsam und flüchten beim Auftauchen eines menschlichen Störenfriedes.
Wie die Spuren am gesamten Feld zeigen, haben die Feld(!)hasen hier einen gedeckten Tisch vorgefunden.
Hier sieht man eine Fuchsspur (oben) und eine Hasenspur (unten) nebeneinander. Der Hase ist nach rechts gehoppelt.
Feldhasen verfügen über mehrere Sassen, die - z.B. je nach Wetter - abwechselnd genutzt werden. Regelmäßig werden welche aufgegeben und andere neu angelegt. Auch leere Sassen sind leicht als solche erkennbar.
Eichhörnchenspuren stellen Aneinanderreihungen von "Vierergruppen" dar. In jeder Gruppe sind die großen Hinterbeine breit vor den kleinen Vorderbeinen abgedruckt.
Eichhörnchen beißen im Winter gerne Fichtentriebe ab, die dann unter manchen Bäumen über den Boden verstreut zu finden sind.
Im Wald findet man oft die Spuren von "Langschwanzmäusen" (z.B. von Waldmaus oder Gelbhalsmaus), die meist nur ein bis drei Meter von einem Mausloch zum nächsten führen.
Auch Vögel können Spuren hinterlassen. Am leichtesten sind wohl jene der Stockenten zu finden. Zwischen den drei Zehen erkennt man gut die beiden Schwimmhäute
Hier sieht man einen Habicht beim Rupfen einer Straßentaube. Die Federn werden einzeln oder in kleinen Büscheln ausgerupft und bleiben dabei - im Unterschied zu Marder und Fuchs - unversehrt.
Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen von Tierspuren sind die im Winter angebotenen Exkursionen des Naturschutzbundes.
Als Begleiter solltest du dieses Buch mitnehmen - siehe Literatur.
... kannst du im Shop als Poster und als A4-Bestimmungsblatt kaufen.































































